Der Indikator "Episiotomie" identifiziert Patientinnen, bei denen sich die Geburtshelfer bei einer vaginalen Entbindung dazu entschlossen haben, den Geburtsvorgang mit einem Scheiden-Dammschnitt zu unterstützen.
Die Indikation zur Episiotomie sollte zurückhaltend gestellt werden und streng indiziert nur bei operativ vaginalen Entbindungen (z. B. bei Einsatz von Zange oder Saugglocke während der Geburt) stattfinden. Schwerwiegende Dammverletzungen (Dammrisse Grad III und IV) treten gehäuft nach Episiotomien auf.
Die Indikatoren "Episiotomie" und Rate der "Dammrisse Grad III und IV" sind dabei im Zusammenhang zu sehen. Die Vermeidung schwerwiegender Dammrisse wird als Indiz für ein gutes Geburtenmanagement angesehen. Insgesamt sollen sowohl die Episiotomierate als auch die Quote schwerwiegender Dammrisse möglichst niedrig liegen.