Präsentation der Qualitätsindikatoren der AKG


Eines der zentralen Anliegen des Qualitätsmanagement ist die Bewertung der Behandlungsergebnisse – vorrangig mittels Qualitätsindikatoren. Im medizinischen Bereich reichen diese aber nicht aus um Qualität eindeutig als "gut" oder "schlecht" zu kennzeichnen. Vielmehr zielen Qualitätsindikatoren auf mögliche qualitative Defizite hin und geben Anlass für tiefergreifende Analysen.

 

Die Geschäftsführer der AKG-Verbund-Krankenhäuser haben sich jetzt auf gemeinsame Qualitätsindikatoren verständigt, die sie für ihre Häuser ermitteln und im Sinne einer guten Vergleichbarkeit darstellen wollen. In einem ersten Schritt sollen dazu die auf Routinedaten basierenden Qualitätsindikatoren der Arbeitsgruppe der Universitätsklinika Baden-Württemberg für die Qualitätsmessung herangezogen werden. Drei wichtige Gründe für diese Entscheidung lauten:

  •  Alle in der AKG verbundenen Kliniken sind von ihrer medizinischen Infrastruktur her ähnlich. Damit ist ein direkter Vergleich (so genannter Benchmark) verschiedener Qualitätsindikatoren untereinander möglich. Darüber hinaus erlauben sie einen Vergleich mit anderen Krankenhäusern der Maximalversorgungsstufe z. B. den Universitätsklinika,
  • Die ausgewählten Qualitätsindikatoren der Arbeitsgruppe der Universitätsklinika Baden-Württemberg eignen sich zur Abbildung von operativen Behandlungsprozessen. Bestimmte postoperative Komplikationen sind fachübergreifend auswertbar.
  • Für die Berechnung der Indikatoren werden die so genannten Routine- bzw. Abrechnungsdaten nach §21 KHEntgG herangezogen. In diesem Datensatz sind neben den demographischen Angaben alle behandlungsrelevanten Diagnosen und Prozeduren eines Krankenhausfalles enthalten. Dieser Ansatz reduziert den Erfassungs- bzw. Dokumentationsaufwand erheblich, da diese Daten ohnehin für Abrechnungszwecke erhoben werden.

 


Bei den Qualitätsindikatoren handelt es sich um folgende:

  • Tiefe Beinvenenthrombose bei operierten Patienten
  • Lungenembolie bei operierten Patienten
  • Sepsis (Blutvergiftung) bei elektiv operierten Patienten
  • Episiotomie (Scheiden-Dammschnitt) und Dammriss III u. IV Grades


Die AKG versteht dies als eine ausbaufähige Basis. 

 

1.1. Beschreibung der Qualitätsindikatoren

 

Die AKG hat die Fälle des Jahres 2010 anhand der dargestellten Indikatoren überprüft. Nach einer statistischen Vorauswertung werden die auffälligen Behandlungsfälle einer intensiven Betrachtung, bis hin zur Einzelfallanalyse, unterzogen.

 

Die Behandlungsverläufe werden auch zukünftig mit diesen Verfahren überprüft, gleichzeitig werden wir aber auch an der Weiterentwicklung der Indikatoren arbeiten. Ein Ziel muss es z.B. sein, nach Risikofaktoren unterteilen zu können, um Behandlungsgruppen zu identifizieren, die einer besonderen "Überwachung" bedürfen.

 

Krankenhaus Kürzel
Klinikum Augsburg A
Vivantes Netzwerk fur Gesundheit GmbH Berlin B
Klinikum Bielefeld BI
Städt. Klinikum Braunschweig gGmbH BS
Gesundheit Nord gGmbH, Klinikverbund Bremen HB
Carl-Thiem-Klinikum Cottbus gGmbH CB
Klinikum Dortmund gGmbH DO
Städt. Klinikum Karlsruhe gGmbH KA
Klinikum "St. Georg" gGmbH Leipzig L
Stadt. Klinikum München GmbH M
Universitätsmedizin Mannheim MA;
Klinikum Nürnberg N
Klinikum Ernst-von-Bergmann gGmbH Potsdam P
Klinikum Stuttgart S
Dr.-Horst-Schmidt-Klinik GmbH Wiesbaden WI

 

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