Presseinformationen

Wir informieren Sie gerne und freuen uns über Anfragen von Journalisten. Bitte nehmen Sie direkt mit der Geschäftstelle Kontakt auf:

Ansprechpartner:

Steffen Ellerhoff
Pressesprecher
Klinikum Region Hannover
Tel.: 0511 906 6500
E-Mail: steffen.ellerhoff@krh.eu

 

 

 

März 2018: Universitätsklinikum Mannheim baut Myom-Behandlung aus

Minimal-invasive Myom-Behandlung mit Radiofrequenzablation Quelle: Gynesonics

Eine neue Methode zur Behandlung von Myomen der Gebärmutter bietet jetzt die Frauenklinik des Universitätsklinikums Mannheim an: Mit der 'Radiofrequenzablation' können die gutartigen Tumoren ganz ohne Bauchschnitt und bleibende Narben behandelt werden.

"Etwa jede dritte Frau leidet an übermäßigen Monatsblutungen und starken Regelschmerzen, die häufig von Gebärmutter-Myomen verursacht werden", berichtet PD Dr. med. Benjamin Tuschy, Oberarzt an der Universitäts-Frauenklinik, und ergänzt: "Auch ungewollte Kinderlosigkeit kann mit diesen ansonsten gutartigen Tumoren zusammenhängen.

Für die Behandlung von Gebärmutter-Myomen hat die Universitäts-Frauenklinik jetzt eine neue Methode eingeführt: die Sonata-Radiofrequenzablation. Dabei wird eine Sonde über die Scheide in die Gebärmutter eingeführt. Dann wird mit Ultraschall die genaue Lage des Myoms ermittelt, das dann gezielt mit Radiofrequenzenergie erhitzt wird. In der Folge schrumpft das Myom und es kommt zu einer deutlichen Abnahme der Beschwerden. "Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose, dauert nur rund 10 Minuten und kommt ganz ohne Bauchschnitt aus", sagt Tuschy und betont: "Vor allem aber bleibt die Gebärmutter und ihre Funktion erhalten, so dass ein möglicher Kinderwunsch noch in Erfüllung gehen kann." Die Patientinnen können das Krankenhaus meist schon zwei Tage nach dem Eingriff wieder verlassen.

Außer der neuen Methode der Radiofrequenzablation bietet die Frauenklinik der Universitätsmedizin Mannheim bereits ein sehr breites interdisziplinäres Behandlungsspektrum für Myome an: Neben einer Hormontherapie können die Wucherungen auch durch eine minimalinvasive Uterusarterien-Embolisation wirkungsvoll bekämpft werden. Dabei wird unter Röntgenkontrolle ein Katheter über die Blutgefäße bis zum Myom vorgeschoben. Dort werden die Arterien, die den Myomknoten versorgen, gezielt verschlossen, so dass der Tumor abstirbt und vom Körper abgebaut wird. Eine weitere Therapieoption ist die Entfernung der Myome durch eine Bauchspiegelung, mit der auch große Knoten minimal-invasiv entfernt werden können. Nur sehr selten ist eine offene Operation mit Entfernung der kompletten Gebärmutter notwendig.

Für Myom-Patientinnen bietet die Universitäts-Frauenklinik eine spezielle Sprechstunde an. "Dort erheben wir zuerst einen ausführlichen Befund und beraten unsere Patientinnen dann über die unterschiedlichen Möglichkeiten zur Behandlung ihres Myoms", berichtet Tuschy. "So können sie gut informiert selbst die für ihre individuelle Lebenssituation passende Behandlungsart auswählen."

November 2017: Jahrestagung der Kommunalen Großkrankenhäuser Deutschlands in Karlsruhe

Neuer Vorstand:
P.v.l.n.r.: Dr. Matthias Bracht, Dipl.-Oec. Dirk Balster, Jutta Dernedde, Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Hennes, Dr. Eibo Krahmer
Gruppenbild AKG-Tagung in Karlsruhe

 

Große kommunale Kliniken schmieden schlagkräftige Allianz. 


Kommunale Großkrankenhäuser rücken näher zusammen, um sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen. 
Tagung der akg Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen Großkrankenhäuser in Karlsruhe und Gründung des „akg - Arbeitsgemeinschaft Kommunaler Großkrankenhäuser e.V.“ 

 

Die kommunalen Großkrankenhäuser in Deutschland sind das Rückgrat der stationären medizinischen Versorgung in Deutschland. Am 09./10. November 2017 trafen sich die Geschäftsführer der akg-Krankenhäuser in Karlsruhe zu ihrer Jahrestagung, die in diesem Jahr mit der Gründung des Vereins „akg - Arbeitsgemeinschaft Kommunaler Großkrankenhäuser e.V.“ einen besonderen Abschluss fand. 


Durch den Zusammenschluss als eingetragener Verein wollen sich die Mitgliedshäuser noch intensiver verzahnen, um ihre seit 1997 bestehende Zusammenarbeit weiter zu intensivieren und professionalisieren. Gerade im Hinblick auf die finanziellen Rahmenbedingungen, die es Maximalversorgern wie den kommunalen Großkrankenhäusern erschweren, den Spagat zwischen wachsendem Versorgungsbedarf der Bevölkerung, steigenden Kosten des laufenden Betriebs sowie erforderlichen Investitionen einerseits und weiterhin gedeckelten Einnahmen und unzureichender Investitionsfinanzierung andererseits zu leisten, um mit einem wirtschaftlich tragfähigem Ergebnis abzuschließen, wollen sich die Vereinsmitglieder durch eine Bündelung von Kompetenzen gegenseitig unterstützen.  


„Wir sehen uns zunehmend im Wettbewerb mit weltweit agierenden Konzernen und im Diskurs mit bundesweit tätigen Krankenkassen. Auf Dauer können wir als Einzelkämpfer in diesem Wettbewerb nicht bestehen“, so Dr. Alfred Estelmann, Vorstandsvorsitzender der akg und ehemaliger Vorstand des Klinikums Nürnberg. „Deshalb haben wir uns entschlossen, unsere Zusammenarbeit in der akg weiter zu intensivieren und vor allem zu professionalisieren.“


akg-Häuser sind Rückgrat der Versorgung 


Gerade die akg-Krankenhäuser bieten das gesamte medizinische Spektrum von der Grund- bis zur Maximalversorgung an. Auch im vergangenen Jahr haben sie ihre Anstrengungen intensiviert, um damit dem wachsenden Bedarf der Bevölkerung nach hochwertiger medizinischer Versorgung in jedem Lebensalter und rund um die Uhr gerecht zu werden. Derzeit arbeiten bundesweit rund 100.000 Beschäftigte in den Krankenhäusern der 22 akg-Mitglieder. Als attraktive Arbeitgeber, die sichere Arbeitsplätze anbieten, werden die Krankenhäuser ihrem Versorgungsauftrag und dem Bedarf der Bevölkerung auf eine kompetente und individuelle Versorgung gerecht, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. 


„Die Herausforderungen bestehen vor allem in der noch immer fehlenden Finanzierung unserer umfangreichen Vorhaltungen für die Notfallversorgung. Als kommunale Häuser sind wir der Daseinsvorsoge verpflichtet. Für uns als Maximalversorger bedeutet dies, rund um die Uhr an allen Tagen ein hoch differenziertes Spektrum an Kompetenzen vorzuhalten. Die Herausforderungen werden zusätzlich durch die notwendigen Maßnahmen im Bereich der IT-Sicherheit und die diesbezüglichen Anforderungen des Gesetzgebers in den kommenden Jahren weiter zunehmen“, erwartet Dr. Estelmann. 


Die Politik hat erkannt, dass den Vorteilen aus der Nutzung von IT-Infrastruktur im Gesundheitswesen auch Erfordernisse zur Sicherstellung der ständigen Verfügbarkeit und der Datensicherheit gegenüberstehen. In Anbetracht der aktuellen Bedrohungslage für sensible IT-Strukturen wurden daher alle Krankenhäuser, die mehr als 30.000 Patienten im Jahr versorgen und damit alle akg-Krankenhäuser, als „kritische Infrastruktur“ eingestuft. Die Sicherheitsanforderungen an die Informationstechnik in diesen Häusern sind folglich besonders hoch. Es ist notwendig, in den Schutz dieser Strukturen besonders zu investieren, dafür brauchen wir eine besondere Finanzierung, schließlich geht es um die Sicherheit unserer Patienten“, betont Dr. Estelmann.


Als weitere Herausforderungen bezeichnete er die Versorgung der immer älter werdenden Bevölkerung und den zunehmenden Fachkräftemangel in der Pflege und im ärztlichen Bereich. „Um junge Menschen für diese Berufe gewinnen zu können, brauchen wir attraktive und sinnstiftende Arbeitsbedingungen“, so Prof. Dr. Hans-Jürgen Hennes, Geschäftsführer Klinikum Karlsruhe.


Die Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen Großkrankenhäuser akg
ist der Rahmen für die Kooperation von 22 Großkrankenhäusern und Krankenhausverbünden aus dem gesamten Bundesgebiet mit einem Umsatz von insgesamt gut 7,7 Milliarden Euro. Sie repräsentiert derzeit ca. 38.200 Betten und vertritt damit rund 7,5 Prozent des gesamtdeutschen Krankenhausmarktes. Gut 1,7 Millionen Patienten werden jährlich in den Häusern der akg von nahezu 100.000 Beschäftigten vollstationär behandelt. Die Zahl der ambulant versorgten Patienten liegt bei über 3,1 Millionen. Hinzu kommen noch einmal rund 1,5 Millionen ambulante und stationäre Notfälle. 


Alle Mitglieder sind Maximalversorger in kommunaler Trägerschaft und decken damit das gesamte medizinische Spektrum ab. Als Kommunale Krankenhäuser erbringen die Mitglieder der AKG eine wichtige Leistung für die Versorgung der gesamten Bevölkerung, von der Grund- bis zur Maximalversorgung. Damit leisten sie einen wichtigen gesundheitspolitischen Beitrag. Die Gewinne werden reinvestiert und nicht an Investoren abgeführt. So bleiben die Gelder der Patientenversorgung und den Regionen erhalten. 


Vorstand akg - Arbeitsgemeinschaft Kommunaler Großkrankenhäuser e.V.


Vorstandsvorsitzender
Dr. med. Matthias Bracht
Geschäftsführer Medizin
KRH Klinikum Region Hannover


Erster stellv. Vorsitzender
Dr. Eibo Krahmer
Geschäftsführung Finanzmanagement, Infrastruktur und Digitalisierung
Vivantes – Netzwerk für Gesundheit GmbH


Zweiter stellv. Vorsitzender
Dipl.-Oec. Dirk Balster
Kaufmännischer Geschäftsführer
Klinikum Chemnitz gGmbH


Erweiterter Vorstand
-
Jutta Dernedde
Geschäftsführung Medizin
Gesundheit Nord Klinikverbund Bremen

Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Hennes
Geschäftsführung
Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH


Ansprechpartner Presse
Steffen Ellerhoff
E-Mail: steffen.ellerhoff@krh.eu
Telefon: (0511) 906 6500


Text: Bernd Siegler (Klinikum Nürnberg) und Saskia Heilmann (Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH)

Bildquelle: Markus Kümmerle (Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH)

Diese Pressemitteilung finden Sie auch hier als PDF-Datei!

 

 

Februar 2017: Bundesärztekammer beruft Hörmann erneut in wissenschaftlichen Beirat

Prof. Dr. med. Karl Hörmann, Direktor der Universitäts HNO-Klinik Mannheim

 

Professor Dr. med. Karl Hörmann, Direktor der HNO-Klinik der Universitätsmedizin Mannheim, ist für weitere drei Jahre in den wissenschaftlichen Beirat der Bundesärztekammer berufen worden.

Hörmann gehört dem Gremium seit 2007 als ordentliches Mitglied an und hat in dieser Funktion unter anderem federführend an der Empfehlung der Bundesärztekammer zur Vermeidung von Hörstörungen durch Freizeitlärm im Kindes- und Jugendalter mitgewirkt.

Hörmann ist Präsident der Deutschen HNO-Akademie, der European Academy of Sleep Medicine und der Deutschen Gesellschaft für Dysphagie (Schluckstörungen).

Seine Schwerpunkte sind neben der Schlafmedizin die multimodale Therapie von Kopf-Hals-Tumoren, Cochlea Implantationen und die plastische Chirurgie.

Hier finden Sie Pressemitteilungen aus den einzelnen Mitgliedshäusern:

Copyright 2017 akg Arbeitsgemeinschaft kommunaler Groß-Krankenhäuser